Serienlackierung: Wie gleichbleibende Qualität bei hohen Stückzahlen sichergestellt wird
Bei Serienlackierung zählt nicht das einzelne gute Ergebnis, sondern die Wiederholbarkeit über die gesamte Losgröße hinweg.
Ein einzelnes perfekt lackiertes Bauteil zu produzieren, ist Handwerk. 1.000 Bauteile identisch zu produzieren, ist Prozess. Bei der Serienlackierung liegt der eigentliche Anspruch genau dort: in der Konstanz.
Warum Konstanz das eigentliche Ziel ist
Für Sie als Kunde ist ein Wiederholteil nur dann brauchbar, wenn es sich einfügt: gleicher Farbton wie die Vorbestellung, gleiche Schichtdicke, gleiche freien Flächen. Abweichungen fallen in der Montage oder beim Endkunden auf – und dort sind sie am teuersten.
Die Stellschrauben der Reproduzierbarkeit
- Dokumentierte Prozessparameter: Materialansatz, Druck, Abstand, Schichtaufbau und Trocknung werden festgelegt und eingehalten – nicht bei jedem Teil neu erfunden.
- Materialkonstanz: Gleicher Farbton bedeutet gleiche Charge und gleicher Systemhersteller. Ein Wechsel des Lacksystems mitten in der Serie ist eine häufige Fehlerquelle.
- Zeichnungsgenaue Maskierung: Funktionsflächen bleiben über die gesamte Serie identisch frei – die Maskierung ist Teil des reproduzierbaren Prozesses.
- Stichprobenprüfung: Schichtdicke und Oberfläche werden in festgelegten Intervallen geprüft, damit Abweichungen früh auffallen und nicht erst am Ende.
Dokumentation als Teil der Lieferung
Reproduzierbarkeit lässt sich belegen. Wenn zu jedem Los festgehalten ist, mit welchen Parametern und welcher Prüfung es entstanden ist, wird die Serie nachvollziehbar – für Ihre eigene Qualitätssicherung und für Nachbestellungen, die sich nahtlos einfügen sollen.
So verschiebt sich die Frage von „ist dieses Teil gut?“ zu „ist der Prozess so eingestellt, dass jedes Teil gut wird?“. Genau das ist bei PRAESOL der Anspruch an eine Serie.